Quo vadis – Youth Work and Sport in Europe?
Der Verein war für zwei Jahre Partner-Organisation bei einem internationalen Programm, das durch die Europäische Kommission gefördert wurde und durch unsere Tochtergesellschaft idealista verantwortet wurde. Jetzt kann man in die Ergebnisse sprichwörtlich hören.
Das Projekt "Quo Vadis" erforscht die Zukunft der Jugendarbeit im Sport in ganz Europa und baut dabei auf den gemeinsamen Erfahrungen von fünf Breitensportvereinen und -organisationen auf. Durch gemeinsame Aktivitäten wurde untersucht, wie Sport besser zu persönlicher Entwicklung, Inklusion und sozialer Innovation beitragen kann, insbesondere wenn Jugendarbeit von Politik, Wissenschaft und Praxis unterstützt wird.
Das Projekt umfasste drei zentrale Arbeitspakete:
- Projektmanagement – Koordination der internationalen Partnerschaft, Monitoring, Berichterstattung und Kommunikationsaktivitäten
- Podcast-Produktion – Erstellung mehrsprachiger Podcast-Folgen, die bewährte Verfahren, Herausforderungen und Strategien in der Jugendsportarbeit aufzeigen
- Vernetzung von Politik, Sport und Wissenschaft – Durchführung von Bildungs- und Multiplikatorveranstaltungen, die die Vereinspraxis mit politischen Akteuren und wissenschaftlichen Erkenntnissen verknüpfen
Jede Partnerorganisation trug dazu bei, indem sie Veranstaltungen ausrichtete, Podcast-Inhalte produzierte und ihre Erfahrungen teilt. Das Projekt umfasste Diskussionen mit Interessengruppen, Schulungen und jugendorientierte öffentliche Veranstaltungen in jedem Land.
Koordinierungskonferenzen und Planungstreffen
Das Projekt begann mit einer Online-Kick-off-Videokonferenz (Juni 2023). In dieser besprachen die Partner die Ziele, klärten die Kooperationsstrukturen (über eine IPA) und vereinbarten die gemeinsame Produktion von Podcasts und die Durchführung von Veranstaltungen. Koordinierungstreffen, sowohl virtuell als auch persönlich, trugen dazu bei, die Dynamik aufrechtzuerhalten und die inhaltliche Entwicklung während des gesamten Projekts aufeinander abzustimmen.
Eine Fortbildungsveranstaltung in München (Januar 2024) förderte die Entwicklung der Medienkompetenz der Teilnehmer. Unter der Leitung von Mediencoach Birte Heckmann erhielten die Teilnehmer Schulungen in Stimmtechnik, Storytelling, Interviewstrategien und narrativer Entwicklung und legten so den Grundstein für die Podcast-Produktion. Diese Koordinierungskonferenzen wurden während des gesamten Projekts fortgesetzt und unterstützten die Vereine bei der Erreichung ihrer Projektziele.
Multiplier Events
Jeder Partner veranstaltete ein sog. Multiplier Event, um wichtige Themen des Jugendsports zu diskutieren und Podcast-Inhalte aufzunehmen. An diesen Veranstaltungen nahmen Jugendliche, Kommunalpolitiker, Pädagogen, Eltern und Vereinsmitglieder teil und boten vielfältige Perspektiven und wertvolle Einblicke.
- Furuset, Oslo, Norwegen (Mai 2024):
Schwerpunkt: Sport als präventives Setting in der Jugendarbeit. Marius Løken, Überlebender eines Gewaltvorfalls, sprach über Traumabewältigung und Suchtprävention. - TSG Bergedorf, Hamburg, Deutschland (September 2024):
Öffentlich-private Partnerschaften und Finanzierungsmodelle im Jugendsport wurden erörtert. Der ehemalige NBA-Schiedsrichter Boris Schmidt hielt einen Vortrag und beteiligte sich aktiv an der Teilnahme lokaler Familien und Politiker. - SPORTUNION Tirol, Innsbruck, Österreich (Januar 2025):
Nachhaltigkeit und Klimaanpassung im Wintersport wurden thematisiert. Christian Lettner hielt einen Vortrag und verknüpfte Sport mit Umweltbewusstsein und alpiner Strategie. - Bekessy Bela Vivo, Debrecen, Ungarn (April 2025):
Sponsoring und nachhaltige Finanzierung in Jugendvereinen standen im Mittelpunkt. Vanda Guba präsentierte Vereinsstrategien, gefolgt von einer öffentlichen Fragerunde zu Finanzierungsherausforderungen. - ISB, Schweinfurt, Deutschland (Mai 2025):
Abschlussveranstaltung mit einer Zusammenfassung der Projektergebnisse. Die Diskussionen umfassten die Personalrekrutierung, die Erholung der Vereine nach COVID und das Freiwilligenmanagement. Zum Abschluss gab es eine Medaillenzeremonie zur Würdigung der Partnerleistungen.
Auswirkungen
- Austausch bewährter Verfahren in der Jugendarbeit und Vereinsentwicklung
- Verbesserte Sichtbarkeit des Sports als soziales und pädagogisches Instrument
- Erstellung einer europaweiten Podcast-Reihe für Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung
- Verstärkte Zusammenarbeit zwischen Breitensport, Politik und Wissenschaft
Die Ergebnisse von Quo Vadis sollen andere europäische Vereine und Interessengruppen zu Innovationen, Zusammenarbeit und Investitionen in sinnvolles und nachhaltiges Jugendengagement durch Sport inspirieren. Dieses Projekt brachte Hunderte von Teilnehmern aus ganz Europa zusammen: Vereinsmitglieder, Trainer, Freiwillige, Politik und junge Menschen – vereint in der Überzeugung, dass Sport eine Plattform für Veränderungen ist.



















